Mit gutem Beispiel voran

Mit gutem Beispiel voran

Diese Weltkonzerne nutzen bereits die Vorteile der Augmented Reality

Erweiterte Realität oder Augmented Reality (AR) ist längst in jedermanns Munde. Kein Wunder, handelt es sich doch um eine der vielversprechendsten Technologien derzeit. Einige große und bekannte Unternehmen haben ihr Potential schon erkannt. Sie nutzen AR bereits erfolgreich und überraschen ihre Kunden mit sinnvollen Markenerlebnissen, die Spaß machen.

Es sind die ganz großen Namen, die hier positiv auf sich aufmerksam machen: Mercedes, Audi, ThyssenKrupp oder Wacker Chemie haben sich frühzeitig von den Möglichkeiten der AR überzeugen lassen und mittlerweile wegweisende Lösungen für erste Anwendungsfälle an den Start gebracht – drei der genannten Unternehmen mit Unterstützung von VISCOPIC.

Wohnst du noch oder nutzt du schon AR? – Das Beispiel IKEA

Blau-gelb, praktisch und mit einem guten Gespür für Kundenwünsche – das ist Ikea. Die Kinder spielen in Småland, während die Eltern effizient verpackte, zeitlose Möbel kaufen, einen günstigen Hot-Dog essen und die Extras ihrer Family-Card genießen. So war das jedenfalls früher und so wird es wohl auch noch eine Weile bleiben, aber in IKEAs Zukunftslabor „Space10“ in Kopenhagen tüftelt der Konzern permanent an der Modernisierung unserer Lebensweise. Dabei geht es nicht nur um Möbel. Im Untergeschoss des Labors werden Tomaten und Blattgemüse ohne Erde angebaut und an ein Restaurant in der Nähe geliefert. Im Obergeschoss sinnieren Bioingenieure, Köche, Designer und Architekten darüber, wie sich unsere Städte verändern werden und wie IKEA als Unternehmen in diese Welt passt. Da erstaunt es nicht, dass IKEA schon 2013 eine erste AR-App veröffentlichte.

Lange bevor AR durch Pokémon Go und andere Anwendungen einem breiteren Publikum bekannt wurde, experimentierte IKEA mit der neuen Technologie und testete, wie der Möbelkonzern davon profitieren könnte. Die Anfänge waren vergleichsweise kompliziert, doch die Grundidee ist bis heute erhalten geblieben.

Bei der 2013 vorgestellten App konnte der Nutzer im IKEA-Katalog bestimmte Artikel scannen, die mit einem Etikett markiert waren, und sich anzeigen lassen, wie diese in der realen Umgebung wirkten. Dazu wurde der Katalog nach dem Scannen an die Stelle gelegt, an der der Artikel – z.B. ein Möbelstück – angezeigt werden sollte. Auf dem Screen des Endgeräts war das gescannte Möbelstück in der realen Umgebung zu sehen. Der Katalog diente als Referenzgröße, sodass das Produkt aus dem Katalog realistisch dargestellt werden konnte. Die App verfehlte ihre Wirkung nicht. Sowohl sie selbst als auch der Katalog machten Schlagzeilen und generierten eine hohe Reichweite.

Die heute aktuelle App „IKEA Place“ wurde im Zukunftslabor „Space10“ entwickelt und gilt als eine der ersten Anwendungen, welche die Vorteile von ARKit, Apples Augmented Reality-Framework, herausstellt. D. h. sie nutzt die Bewegungssensoren und Kameras von Smartphones, um digitale Elemente in die reale Welt einzublenden. Anders als bei der App von 2013, in der wenige hundert Artikel berücksichtigt waren, greift „IKEA Place“ heute auf eine enorme Datenbank von 3D-Modellen zu, sodass fast jeder Artikel, den das Unternehmen verkauft, abgerufen werden kann. IKEA versteht sich dadurch wie kaum ein zweiter auf die Erstellung und lebendige Darstellung von 3D-Modellen. In der Folge wird ein Großteil des aktuellen IKEA-Katalogs nicht aus Fotos, sondern aus fotorealistischen Produktmodellen zusammengestellt.

IKEA setzt bei der Entwicklung der App auf die Zusammenarbeit mit Apple. So kam „IKEA Place“ 2017 zunächst für die Nutzer von Apple-Geräten auf den Markt, bevor sie 2018 auch für Android-Nutzer zur Verfügung gestellt wurde. Im Gegensatz zu Virtual Reality-Anwendungen wird bei AR keine neue Umgebung geschaffen, sondern virtuelle Komponenten werden in die reale Welt übertragen und realistisch platziert. Mit der App lassen sich ca. 2000 virtuelle Möbel ins eigene Wohnzimmer projizieren. Sie werden in 3D und mit einer Genauigkeit von 98% maßstabsgetreu auf einem Endgerät angezeigt. Mit Hilfe einer optischen Suchfunktion erkennt die App IKEA Möbel und schlägt ähnliche Möbelstücke zur Erweiterung des Inventars vor. Die von der App erzeugte AR-Animation kann als Foto oder Video gespeichert werden und über soziale Netzwerke wie WhatsApp oder Instagram an Familie und Freunde versendet werden. Als „die Zukunft des Einkaufens“ bezeichnete Apple CEO Tim Cook die App, als diese veröffentlicht wurde.

Kreativ Spielen: früher mit Plastiksteinen, heute mit VR – das Beispiel Lego

Der Klassiker ist ein rechteckiger Stein in satten Farben und mit sechs Höckern. Wer genug davon hat, braucht nur ein bisschen Fantasie und schon entstehen eine Ritterburg, ein Piratenschiff oder eine Pyramide. Lego fördert seit Generationen die Kreativität, die Motorik und das räumliche Vorstellungsvermögen von Kindern und Erwachsen – mit einem Konzept, so simpel wie überzeugend. Dabei hat sich das Spielzeug massiv weiterentwickelt. Zahlreiche verschiedene Teile, komplexe Bausätze, zusätzliche Technik – Lego ist mit jedem Trend kompatibel. Bald auch mit AR! In Kürze möchte das Unternehmen ein neues AR-Erlebnis in den App Store bringen. „LEGO AR Studio” bietet sechs virtuelle Lego Sets, die auf einem Tisch oder im Wohnzimmer zum Leben erweckt werden können. Im Gegensatz zu früheren AR-Versionen von Lego, scheint die App diesmal ausgereift zu sein und das Potential zu haben, die Spielweise mit den bunten Steinen zu revolutionieren.

Die App ist kostenlos und beinhaltet keine In-App Käufe. Die Idee stammt von Legos Creative Play Lab und wurde als kreatives Werkzeug entwickelt, das Kindern nicht nur das Spielen mit digitalen Versionen des beliebten Baukastens ermöglichen soll. „Lego AR Studio“ ist ein fantasievolles Spiel an der Schnittstelle von physischer Interaktion und digitalem Engagement. Dabei ist die App nicht als statische, virtuelle Kopie des realen Legospielens zu verstehen. Die Sets werden dynamisch von sprechenden Lego-Charakteren bevölkert. Außerdem gibt es geskriptete Ereignisse, die Zugriff auf weitere digitale Inhalte gewähren, und mit Hilfe der App können Lego-Modelle ferngesteuert werden. Das bedeutet eine Interaktion mit physischen Bausteinen und virtuellen Inhalten. Ebenso ist eine Kombination von interaktiven Welten und Charakteren vorgesehen. Diese verbinden sich auf vielfältige Weise zu einer „Goldsteinjagd“, wie es sie bisher in Lego-Videospielen gab – aber jetzt findet das Abenteuer in der realen Welt statt. Natürlich können Interaktionen aufgezeichnet und Videoclips direkt auf Smartphones gespeichert werden.

Die App zeigt, dass AR im Vergleich zur virtuellen Realität bessere Gemeinschaftsspiele und Familienumgebungen darstellen, insbesondere in Hinblick auf die Zugänglichkeit. Schon jetzt stellt sich die Frage, welchen Zuspruch diese Anwendung erfahren wird. Klar ist, dass sie über ein enormes Upscaling-Potential verfügt. Die Frage für Lego ist, ob solche Anwendungen die Kauflust an physischen Bausteinen erhöhen oder verringern.

Wer A sagt, muss auch AR sagen – das Beispiel Mercedes

Das revolutionäre Infotainment-System MBUX (Mercedes-Benz User Experience) ist dank künstlicher Intelligenz ein lernfähiges Multimedia-Angebot, das sich auf den Nutzer einstellt. Auf der Präsentation der neuen A-Klasse in Amsterdam, zeigte sich, dass der Konzern – in Verbindung mit der Festplattennavigation sowie dem Zentraldisplay – optional auch eine MBUX Augmented Reality-Funktion anbieten wird. Dabei wird bei der Navigationsdarstellung ein mit Hilfe der Frontkamera aufgenommenes Videobild der Umgebung mit fahrtechnischen Hinweisen und hilfreichen Zusatzinformationen angereichert. Dies können z.B. Hinweispfeile oder Hausnummern sein, die automatisch als Bild auf dem Touchscreen des Media-Displays eingeblendet werden. Das System kommt nach unseren Informationen unabhängig von der Motorisierung und stellt eines der Highlights der neuen Baureihe dar.

Logistik und Service – die Beispiele Bosch und DHL

Nicht immer dienen die Anwendungen dazu, immersive und emotionale Kundenerlebnisse zu generieren. Manche Unternehmen nutzen die Technologie zur Prozessoptimierung, Steigerung der Produktivität, Verbesserung der Service-Leistungen oder des Schulungsangebots.

Bosch nutzt AR für den Service, im Marketing, im Training und der Produktion komplexer Produkte. So können Techniker mittels erweiterter Realität beispielsweise sehen, wo Kabelbäume in Maschinen sitzen, und diese Informationen für Reparaturen, Wartungen oder zu Lernzwecken anzeigen lassen.

DHL hat den Nutzen von AR in der Logistik geprüft und positiv bewertet. Mittlerweile tragen Logistikmitarbeiter Datenbrillen, auf denen sie angezeigt bekommen, wo sich Güter und Waren in einem Lager befinden. Die Effizienz beim Kommissionieren konnte durch AR nach Angaben des Unternehmens um 25% gesteigert werden.

Ähnlich wie Bosch oder DHL können auch Sie AR für Ihre Zwecke nutzen. Mit VISCOPIC Pins und VISCOPIC Steps haben wir zwei Software-Lösungen auf den Markt gebracht, mit denen Sie ohne Programmierkenntnisse selbst AR-Anwendungen erstellen. Die Programme bieten einen erheblichen Mehrwert in den Bereichen Training, Wartung, Reparatur, Installation und Qualitätssicherung.

Ist Ihr Interesse an AR-Lösungen geweckt? Wir stellen Ihnen gerne unsere Produkte und Services vor. Kontaktieren Sie uns oder melden Sie sich zu unserem Newsletter an, um regelmäßig von VISCOPIC über neue Anwendungsbeispiele und Fortschritte in der AR-Technologie informiert zu werden.



Once every quarter we inform you about all news concerning our company.

Please, fill in the subscription form. Information marked with * are mandatory.

Wir informieren Sie alle drei Monate über aktuelle Geschehnisse in unserem Unternehmen.

Mit * gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.